Medizinische*r Sektions- und Präparationsassistent*in (MSPA) ab 01.10.2021

Medizinische Sektions- und Präparationsassistent*innen arbeiten in der Pathologie von anatomischen und gerichtsmedizinischen Instituten sowie in Gewebebanken. Sie wirken bei Obduktionen mit, stellen medizinische Präparate für die wissenschaftliche Untersuchung, Lehrzwecke und verschiedene Konservierungsverfahren einschließlich Einbalsamierung her und sorgen für die nötige Dokumentation.

Was mache ich als MSPA?

Als medizinische*r Sektions- und Präparationsassistent*in wirken Sie an Obduktionen, einschließlich deren Dokumentation, mit. Zudem stellen Sie medizinische Präparate für wissenschaftliche Untersuchungen sowie für Lehrzwecke her. Dabei kommen verschiedene Konservierungsverfahren, wie zum Beispiel die Einbalsamierung zum Einsatz. MSPA sind für die ordnungsgemäße Desinfektion und Sterilisation der Arbeitsräume, der Instrumente und Geräte sowie für die Einhaltung der Hygienevorschriften verantwortlich.
Die Berufsaussichten für ausgebildete medizinische Sektions- und Präparationsassistenten sind bundesweit sehr gut.

 

Was muss ich als MSPA können?

Sie arbeiten eigenverantwortlich, aber auch unter Anwesenheit von Pathologen, Rechtsmedizinern und trauernden Angehörigen. Dafür sollten Sie empathisch und psychisch belastbar sein. Zudem sollten Sie Willenskraft und feinwerkliche Fertigkeiten mitbringen, in Stresssituationen den Überblick behalten und Ihre Arbeitsschritte gut strukturieren und organisieren können.

 

Wie läuft die MSPA-Ausbildung ab?

Die Ausbildung zur medizinischen Sektions- und Präparationsassistentin oder zum medizinischen Sektions- und Präparationsassistenten wird in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für medizinische Sektions- und Präparationsassistenten (SektAss-APrO) geregelt.

Die Ausbildung dauert ein Jahr. Sie besteht aus einem sechsmonatigenLehrgang der theoretische und praktische Anteile enthält (davon sind 17 Wochen Theorie und 8 Wochen Praxis) und aus einem sechsmonatigen Berufspraktikum an einer zu dieser Ausbildung ermächtigten Einrichtung. Die vorgeschriebenen acht Wochen Praxis werden auf drei verschiedene Einsatzorte verteilt. Neben externen Kooperationspartnern werden diese hauptsächlich an den pathologischen und gerichtsmedizinischen Instituten und den Gewebebanken der Charité durchgeführt. Das sechsmonatige Anerkennungspraktikum im Anschluss an die Prüfung wird von den Teilnehmern selbst organisiert.

Nach der bestandenen Prüfung und nach Absolvierung des darauffolgenden sechsmonatigen Anerkennungspraktikums erhalten Sie auf Antrag die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung ,,Medizinische Sektions- und Präparationsassistenz“.

Der theoretische und praktische Unterricht findet in der Schule für Medizinische Sektions- und Präparationsassistenz am Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe gGmbH, Standort Nord, Waldstraße 86-90 in 13437 Berlin, statt. Die praktische Ausbildung erfolgt bei unserem Träger der Charité.

Was lerne ich im theoretischen und praktischen Unterricht?

Die Schule für Medizinische Sektions- und Präparationsassistent*innen arbeitet nach einem neu entwickelten fächerübergreifenden Curriculum. Der Umfang des theoretischen und praktischen Unterrichts beträgt 581 Stunden. Sie lernen die Anatomie, Physiologie, Pathologie und die damit verbundene klinische Vorgeschichte zu verstehen und praktisch umzusetzen. Die theoretischen und praktischen Unterrichtsinhalte werden in modularen Lehreinheiten vermittelt.

Folgende Wissensgebiete sind gesetzlich vorgeschrieben:

  • Anatomie                                     
  • Physiologie                                  
  • Pathologie                                                     
  • Rechtsmedizin                             
  • Mikrobiologie
  • Hygiene
  • Berufs-, Gesetzes und Staatsbürgerkunde
  • Fotografie
  • Sektionsmethode
  • Präparationsmethode
  • Instrumentenkunde 
  • Unfallverhütung/ Erste Hilfe
  • Modulübersicht MSPA

 

Welche gesetzlichen Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Sie haben das 18. Lebensjahr vollendet
  • Sie haben mindestens einen erweiterten Hauptschulabschluss oder eine vergleichbare Schulausbildung
  • Sie sind gesundheitlich für den Beruf geeignet
  • Sie interessieren sich für Medizin und Anatomie haben und eine respektvoll-forschende Haltung zu Verstorbenen
  • Sie haben ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und sind sehr zuverlässig
  • Wünschenswert ist ein mind. 10-tägiges Praktikum im Berufsfeld Pathologie, Rechtsmedizin, Anatomie

 

Wie viel kostet die Ausbildung?

Die Kosten für die Ausbildung betragen 4.800 Euro und können in Raten gezahlt werden.
 


Wo bekomme ich weitere Informationen?

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, beraten wir Sie gerne.

 

Bewerbung

Die Bewerbungsfrist für den Start am 1.10. eines Jahres ist immer vom 1.1. bis zum 31.3. In dieser Zeit ist hier unser Online-Bewerbungsformular geschaltet und Sie können sich darüber bei uns bewerben. 

Für die Bewerbung sind folgende Unterlagen über das Formular hochzuladen: Anschreiben, Lebenslauf, Schulabschlusszeugnis, ggf. Arbeitszeugnisse, ggf. Praktikumszeugnisse.

Für Fragen zu unserem Bewerbungsverfahren stehen Ihnen unsere Kolleginnen unter ausbildung@bildungscampus-berlin.de sehr gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

  • FAQ

    Wie oft und wann startet ein Ausbildungskurs?

    Der Kurs startet einmal pro Jahr, immer am 1.10. mit einer Kursstärke von 20 Personen.

    Wird eine Unterkunft für die Dauer der Ausbildung gestellt oder bestehen Kooperationsmöglichkeiten?

    Leider stellen wir weder eine Unterkunft noch bestehen Kooperationen in diesem Bereich.

    Ist es möglich die theoretische Ausbildung online zu absolvieren?

    Leider nicht. Die theoretische Ausbildung findet ausschließlich in Präsenz am Standort Nord der BBG statt. 

    Kann das anschließende Anerkennungspraktikum deutschlandweit absolviert werden?

    Ja, das ist möglich. Nach bestandenen Prüfungen am Ende des Theorieteils organisieren Sie sich den Platz für das Anerkennungspraktikum selbst. Es wird empfohlen, sich bereits vorab zu informieren und in Kontakt mit den möglichen Einrichtungen zu treten.

    Ist die Ausbildung BAföG-förderfähig?

    Ja, das ist sie. Bei Zusage eines Ausbildungsplatzes können Sie uns das erforderliche Formblatt per E-Mail zusenden. Wir ergänzen die Angaben und schicken es Ihnen zurück. 

Die „Ausbildungsrelevante Ausstattung des Bildungscampus für Gesundheitsberufe“ wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

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